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Almabtrieb 2026: Termine und die schönsten Almabtriebe im Allgäu und in den Alpen Die besten Skigebiete der Schweiz - wo kann man Ski fahren?
Der Almsommer auf den Hochweiden neigt sich langsam dem Ende zu. Für die Hirten und ihre Herden bedeutet das eines: Es ist Zeit für den Rückzug ins Tal, bevor die erste Kälte einbricht. Dieser Viehauftrieb – im Allgäu als „Viehscheid“ bekannt – zählt zu den malerischsten Ereignissen der alpinen Tradition. Das Fest lockt jedes Jahr Tausende von Menschen aus aller Welt in die Berge. Planen Sie einen Herbstausflug in die Alpen? Informieren Sie sich über die wichtigsten Termine für 2026, erfahren Sie, wie Sie entspannt anreisen, und erleben Sie dieses außergewöhnliche Fest hautnah.
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Inhaltsverzeichnis
- Was genau ist der Almabtrieb und warum löst er so viele Emotionen aus?
- Die schönsten Viehscheide im Allgäu – welche Orte sollte man wählen?
- Veranstaltungskalender – wann sollte man eine Reise für 2026 planen?
- Wie gelangt man zügig ans Ziel? Wichtige Informationen zu Vignetten und Mautgebühren
- Die schönsten Almabtriebe in Österreich und der Schweiz
- Warum lohnt es sich, mindestens einmal im Leben an diesem Fest teilzunehmen?
- Praktische Tipps vor der Reise
- Wir sehen uns auf dem Alpenpfad!
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist der Almabtrieb und warum löst er so viele Emotionen aus?
Der Almabtrieb ist ein traditionelles Dankfest, das zum Abschluss der sommerlichen Weidezeit stattfindet. Nach rund hundert Tagen auf den Hochweiden treiben die Hirten (Sennen) das Vieh hinunter ins Tal.
Die Gestaltung des Festes hängt davon ab, wie der Sommer verlaufen ist. Wenn weder Tiere noch Hirten auf der Alm verunglückt sind, erhält die Leitkuh (die so genannte „Kranzkuh“) einen prächtigen Kopfschmuck aus echten Blumen, Tannenzweigen, Bändern und religiösen Symbolen. Das Läuten der schweren Messingglocken, die das Vieh trägt, hallt fröhlich durch das ganze Tal und signalisiert, dass alle wohlbehalten zurückgekehrt sind.
Auf dem sogenannten Scheidplatz übergeben die Hirten die Kühe an deren Besitzer, und das ganze Dorf feiert – bei Blasmusik und Bier – die Heimkehr bis spät in die Nacht.
Die schönsten Viehscheide im Allgäu – welche Orte sollte man wählen?
Sie fragen sich, welche Orte die unvergesslichsten Erlebnisse bieten? Das hängt ganz davon ab, welche Atmosphäre Sie suchen:
- Oberstdorf: Hier findet einer der größten und ältesten Almabtriebe der gesamten Region statt. Mehr als tausend Rinder kehren dabei von über einem Dutzend verschiedener Almen ins Tal zurück.
- Bad Hindelang: Eine Veranstaltung mit außergewöhnlicher, geradezu familiärer Atmosphäre, bei der man neben dem Empfang der Rinder auch einen traditionellen Kunsthandwerksmarkt besuchen kann.
- Füssen und Umgebung: Die ideale Wahl für alle, die alpine Traditionen mit der Besichtigung berühmter Schlösser (u. a. Neuschwanstein) verbinden möchten.
Veranstaltungskalender – wann sollte man eine Reise für 2026 planen?
Die Hauptwelle der Veranstaltungen fällt in den September. Um die Routenplanung zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Termine im Allgäu und in Oberbayern.
| Veranstaltungsdatum | Ort | Wichtige Informationen |
|---|---|---|
| 11. September 2026 | Bad Hindelang, Oberstaufen, Schöllang | Familiäre Almabtriebe zum Saisonauftakt |
| 12. September 2026 | Oberstdorf | Einer der größten Almabtriebe der gesamten Region |
| 18. September 2026 | Wertach | Veranstaltung verbunden mit einem traditionellen Markt |
| 19. September 2026 | Krün (bei Garmisch-Partenkirchen), Thalkirchdorf | Malerische Almabtriebe im Tal |
| 20. September 2026 | Immenstadt, Haldenwang | Abschlussveranstaltungen in der Region |
Hinweis: Die Feierlichkeiten beginnen an den meisten Orten bereits am frühen Morgen (meist zwischen 8:30 und 9:00 Uhr). Es empfiehlt sich, deutlich früher vor Ort zu sein – Staus und Parkplatzmangel sind die Regel.
Wie gelangt man zügig ans Ziel? Wichtige Informationen zu Vignetten und Mautgebühren.
Planen Sie einen Ausflug zum Almabtrieb mit dem eigenen Auto? Wenn Sie in Deutschland wohnen oder von dort aus starten, ist die Anreise ins Allgäu oder in die Gegend um Garmisch-Partenkirchen denkbar einfach. Sie fahren hauptsächlich über deutsche Autobahnen (wie die A7 oder A95), die für Pkw komplett mautfrei sind.
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Komplizierter wird es, wenn Sie nach dem Fest einen kurzen Abstecher ins Ausland machen wollen oder direkt Abtriebe in Tirol oder der Schweiz ansteuern. Dann brauchen Sie eine Vignette.
Österreich – auf die Autobahngebühren achten
Wenn Sie auf österreichische Autobahnen und Schnellstraßen fahren, müssen Sie über eine gültige Mautgebühr entrichtet haben. Schwarzfahren kann teuer werden: Das Bußgeld (Ersatzmaut) beträgt meist zwischen einigen Dutzend und mehreren Hundert Euro. Informationen zu den geltenden Regeln finden Sie im Autopay-Ratgeber zu Vignette und Maut in Österreich .
- Welche Optionen gibt es? Sie können zwischen 1-Tages-, 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahresvignetten wählen.
- Wo kann man sie kaufen? Am schnellsten geht das online (als E-Vignette) oder über die Autopay-App. Wenn Sie den klassischen Aufkleber für die Windschutzscheibe bevorzugen, erhalten Sie diesen problemlos an Tankstellen im deutschen Grenzgebiet.
Auf bestimmten österreichischen Autobahnabschnitten kann zusätzlich eine Streckenmaut erforderlich sein. Für entsprechende Routen steht die digitale Streckenmaut FLEX für Österreich zur Verfügung.
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Schweiz – Achtung: keine Kurzzeitoptionen!
Planen Sie einen Besuch beim Schweizer Alpabzug in Appenzell oder Graubünden? Denken Sie an eine wichtige Regel: In der Schweiz gibt es weder Tages- noch Wochenendvignetten.
Es gilt ausschließlich die Jahresvignette, die 40 CHF kostet. Sie ist vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres gültig. Sie können einen physischen Aufkleber am Grenzübergang kaufen oder sich für eine E-Vignette entscheiden, die an das Kennzeichen gebunden ist.
Wer ohne Vignette auf eine Schweizer Autobahn fährt, muss mit einem Bußgeld von 200 CHF rechnen – und da man ohnehin sofort eine Vignette für 40 CHF nachkaufen muss, lohnt es sich schlichtweg nicht, daran zu sparen.
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Oder vielleicht eine Reise ins Ausland? Die schönsten Almabtriebe in Österreich und der Schweiz (direkt an der Grenze zum Allgäu).
Wenn Sie in Süddeutschland wohnen oder sich dort aufhalten, befinden Sie sich in einer hervorragenden Lage – in nur wenigen Autominuten erreichen Sie das österreichische Tirol oder die Schweiz. Dort ist die Tradition des Almabtriebs – also des Viehtriebs von den Hochweiden ins Tal – ebenso lebendig, auch wenn sie unter etwas anderen Bezeichnungen bekannt ist (in der Schweiz spricht man von „Alpabzug“ oder „Alpabfahrt“).
Wohin lohnt sich ein Ausflug im Jahr 2026?
Österreich (Tirol und Vorarlberg – direkt an der Grenze zum Allgäu)
- Jungholz und Grän-Haldensee (Tannheimer Tal) – 12. September 2026: Das Tannheimer Tal liegt unmittelbar hinter der deutschen Grenze und ist direkt mit dem Allgäu verbunden. Es handelt sich um familiäre Veranstaltungen, die von herzlicher alpiner Gastfreundschaft geprägt sind.
- Tannheim – 21. September 2026: Zweifellos einer der spektakulärsten Almabtriebe in ganz Tirol. Die Herden ziehen von den Hochalmen ins Tal, begleitet von Blasmusik und regionalen kulinarischen Spezialitäten.
- Kleinwalsertal (Riezlern) – 19. September 2026: Eine geografische Besonderheit – das Kleinwalsertal gehört zwar zu Österreich, ist aber nur von Deutschland aus (über Oberstdorf) erreichbar. Der dortige Almabtrieb ist ideal für einen Tagesausflug, ohne dass eine österreichische Vignette erforderlich ist!
Schweiz (Appenzell und Graubünden)
- Urnäsch (Kanton Appenzell) – 19. September 2026: Ein Schweizer Klassiker. Der Alpabzug wird hier mit einem traditionellen Bauernmarkt verbunden. Die Appenzeller sind bekannt für ihre einzigartigen Trachten und ihre kunstvoll verzierten hölzernen Milchgefäße.
- Klosters-Monbiel und Celerina (Graubünden) – 19. September 2026: Etwas weiter südlich gelegene Orte, die eine beeindruckende, majestätische Hochgebirgsatmosphäre der Schweizer Alpen sowie traditionelle Alphornmusik bieten.
Warum lohnt es sich, mindestens einmal im Leben an diesem Fest teilzunehmen?
Der Almabtrieb ist weit mehr als nur die Rückkehr der Tiere von den Almen. Er bietet eine hervorragende Gelegenheit, um:
- die authentische Atmosphäre der Alpenfolklore zu erleben: Sie sehen traditionelle Trachten (Lederhosen und Dirndl) und hören Live-Musik sowie die charakteristischen Klänge der Alphörner.
- lokale Spezialitäten zu probieren: An den Ständen dominieren frischer Bergkäse, traditionelle Brezeln, Backwaren und regionales Bier aus örtlichen Brauereien.
- Zeit an der frischen Luft zu verbringen: Das Septemberwetter in den Alpen lädt oft zu Wanderungen auf malerischen Routen ein.
Praktische Tipps vor der Reise
- Buchen Sie Ihre Unterkunft frühzeitig: Zimmer in Oberstdorf oder Bad Hindelang für den September sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht.
- Ziehen Sie sich nach dem Zwiebelprinzip an: Die Septembermorgen in den Tälern können eisig kalt sein, während die Sonne mittags kräftig wärmt. Auch gute Wanderschuhe sind unerlässlich.
- Nehmen Sie Bargeld mit: Auch wenn Kartenzahlung mittlerweile weit verbreitet ist, bleibt Bargeld an traditionellen Verpflegungsständen und auf Festen oft noch das einzige Zahlungsmittel.
Wir sehen uns auf dem Alpenpfad!
Der Viehscheid und der Almabtrieb 2026 sind Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben. Die Kombination aus herrlicher Alpenlandschaft, gelebter Tradition und der Gastfreundschaft der Einheimischen macht sie zum idealen Ziel für einen Wochenendausflug. Wählen Sie einen passenden Termin, packen Sie bequeme Schuhe ins Auto und machen Sie sich auf den Weg, um die einzigartige Festtagsstimmung im Herzen der Alpen zu erleben!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist der Eintritt zu den Veranstaltungen „Viehscheid“ und „Almabtrieb“ kostenpflichtig?
In den meisten Orten ist der Zutritt zum eigentlichen Scheidplatz sowie zur Zugstrecke der Tiere völlig kostenlos. Kosten können lediglich für die Nutzung ausgewiesener Parkplätze oder für den Eintritt in bestimmte Festzelte anfallen.
Darf man einen Hund zum Viehauftrieb oder -abtrieb mitnehmen?
Ja, aber er muss unbedingt an der kurzen Leine geführt werden. Die Kuhglocken, die Menschenmengen und die ziehende Herde sorgen für viel Unruhe; gestresste Tiere könnten aggressiv auf einen Hund reagieren, der der Zugstrecke zu nahe kommt.